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Seminar Physik funktioneller Materialien 10

Ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Fally

Pendellösungen in Licht- und Neutronenbeugung

04.12.2014, 10:00, Erwin-Schrödinger-Hörsaal, Boltzmanngasse 5, 5. Stock, 1090 Wien

Abstract

Die Beugung von Licht- und Neutronen an Gittern lässt sich sowohl qualitativ als auch quantitativ gut beschreiben. Der entscheidende Parametersatz für die anzuwendende Theorie besteht aus (a) der Gitterkonstante, (b) der verwendeten Wellenlänge, (c) der Dicke des Gitters und (d) der Modulationsstärke des Potentials (Brechwerts). Im Rahmen des Seminars wurden bereits eine Reihe von Modellen verglichen wie z.B. die Theorie der gekoppelten Wellen, die dynamische Beugungstheorie oder die Rigorose Theorie der gekoppelten Wellen. Die Amplituden der an der Beugung beteiligten Wellen verhalten sich dabei wie gekoppelte Pendel. Der Austausch der Energie zwischen vorwärts- und abgebeugten Wellen mit fortschreitender Propagation im Gitter wird daher als Pendellösungseffekt bezeichnet. Jener zeigt sich in diversen Experimenten in unterschiedlicher Ausformung.

Der Seminarvortrag bietet eine selektive Einführung, welche wesentlichen Experimente bereits auf dem Gebiet der Röntgenbeugung, Neutronenbeugung und Lichtbeugung zu diesem Thema durchgeführt wurden. Dabei wird auch auf aktuelle Experimente mit Neutronen eingegangen, die im November am ILL durchgeführt wurden. Abschließend wird anhand einer Arbeit von Calvo et al. (Phys. Rev. Lett. 97, 084801, 2006) diskutiert, wie sich Pendellösungen in optischen Experimenten NICHT zeigen können und welche Änderungen man am dort vorgestellten experimentellen Aufbau durchzuführen hätte, um die entsprechenden Aussagen dieser Arbeit zu stützen.

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